Postulat von Andreas Lustenberger betreffend Renaturierung von Wanderwegen

Der Regierungsrat wird beauftragt, dem Kantonsrat einen Bericht über den Stand der Versiegelungen von Wanderwegen im Kanton Zug und einen Aktionsplan zu deren Renaturierung vorzulegen.

Begründung:

Jahr für Jahr werden in der Schweiz mehrere hundert Kilometer Wanderwege asphaltiert, immer wieder auch gefördert und subventioniert von der öffentlichen Hand. Laut einer Erhebung des Dachverbandes Schweizer Wanderwege hat der Anteil der bedeckten (asphaltier oder betoniert) Wanderwege seit dem Jahre 2000 um mehrere Kilometer zugenommen. Mittlerweile sind über ein Viertel des gesamten Wanderwegnetzes in der Schweiz asphaltiert oder betoniert.
 
Im Mittelland und den Voralpen liegt der Prozentsatz noch weit höher. Im Kanton Zug beträgt der Anteil der asphaltierten und betonierten Wanderwege 42.1 Prozent. Bald jeder zweite Wanderweg in unserem Kanton ist kein eigentlicher Wanderweg mehr, sondern eine Wanderroute auf Hartbelag. Im Kanton Zug besteht also dringender Handlungsbedarf.
 
Beton und Asphalt vermindern das Wandervergnügen, sie stören das Landschaftsbild, beeinträchtigen die Natur und haben negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Wandernden.
 
Im Jahre 1979 haben Volk und Stände mit überwältigendem Mehr die Wanderwege in der Verfassung verankert. Die Asphaltierung und Betonierung von Wanderwegen führt zu einer schleichenden Entwertung des Wanderwegnetzes, eines eigentlichen Kulturgutes der Schweiz. Herzlichen Dank für die Prüfung des Postulates

Andreas Lustenberger,
Kantonsrat Alternative – die Grünen