Leserbrief

Viele Zuger CVP-Leute sind erleichtert, dass keine Listenverbindung mit der SVP zustande gekommen ist. Sie wiegen sich im falschen Glauben, nun könnten sie bei den Nationalratswahlen wieder guten Gewissens die CVP-Liste einlegen und so die ursprüngliche Position der „Partei der Mitte“ stärken.

Der aufschlussreiche Artikel des Tagesanzeiger-Magazins vom letzten Samstag mit der politischen Landkarte der Schweizer Parteien sollte jedoch die gemässigten CVP-Wählerinnen und –Wähler aufschrecken. Darin wird klar aufgezeigt, dass Gerhard Pfister in Bundesbern der stärkste Rechtsabweichler seiner Fraktion ist, dass er also seine Fraktion mit Vollgas rechts überholt. Wer im Kanton Zug die CVP wählt, wählt also letztlich nicht die Mitte, sondern einen Hardliner, besonders was Familienpolitik und ökologische Anliegen betrifft. Wer sich jedoch für die traditionell christlichen Werte von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einsetzen will, muss konsequenterweise eine linke Liste einlegen.

Nichts bewegt die Schweizerinnen und Schweizer momentan mehr als die stets stärker spürbar werdende Umweltzerstörung und Klimaveränderung. Der Schutz unserer Umwelt hat oberste Priorität in unserer heutigen Welt. Wer genauer hinsehen will, welche Politikerinnen und Politiker sich mit aller Kraft dafür einsetzen, findet aussagekräftige Hinweise unter www.parlament.ch, Stichwort: Abstimmungs-Datenbank oder eben im Tagi-Magi.