Kolumne von Andreas Hürlimann in der Zuger Presse

Im Kanton Zürich sind in einigen Gemeinden Bürger-Bewegungen entstanden, welche ein Zeichen der Solidarität zugunsten jener Menschen setzen wollen, die durch den Rohstoffabbau zu Schaden kommen. Viele Bürgerinnen und Bürgern sind nicht mehr bereit, die schädliche und ausbeuterische Praxis gewisser Rohstoffmultis stillschweigend zu akzeptieren und das Steuer-Geld von Glencore und Co. ohne Wenn und Aber einzusacken.
 
Auch uns Alternativen – die Grünen Zug interessiert es, woher unsere reichlichen Steuergelder kommen. Es interessiert uns, wie und unter welchen Arbeitsbedingungen diese erarbeitet wurden. Es empört uns wenn man sich lediglich damit zufrieden gibt wenn das "Steuer-Kässeli" klingelt. So haben die Zuger Grünen im Kantonsrat bereits mehrfach Anträge für eine Erhöhung der Entwicklungshilfe gestellt. Denn unser Reichtum hier hat oft mit Armut in diesen Ländern zu tun. Das Bewusstsein in dieser Sache ist in letzter Zeit auch in Zug gewachsen. Der überaus erfolgreiche Zuger Rohstoff-Stadtrundgang, welchen wir zusammen mit der Erklärung von Bern anbieten, zeugt hiervon.
 
Faire und sichere Arbeitsbedingungen, das Respektieren der Menschenrechte und ein Ende der Umweltzerstörung in den Rohstoffabbauländern – hierfür lohnt es sich zu engagieren.
 
 
Andreas Hürlimann, Kantonsrat, Grüne Steinhausen