Zuger Konzern an Schandmauer beteiligt?

An der Bilanz-PK des Baarer Bauchemie-Konzerns Sika sagte deren CEO Jan Jenisch: „Wenn Trump die Mauer tatsächlich baut, dann sind wir auch beteiligt.“

Dass diese Mauer gegen Menschenrechte verstösst ist keine Frage. Die Alternativen – die Grünen fänden es absolut schändlich, wenn ein in Zug ansässiger Konzern an dieser Mauer mitverdienen würde.

Sie wehren sich gegen jegliche Steuereinnahmen, welche auf der Nichteinhaltung von Menschenrechten basieren und fordern den Regierungsrat auf, umgehend das Gespräch mit den Verantwortlichen bei der Sika zu suchen. Die Alternativ-Grüne Fraktion hat deshalb die untenstehende Interpellation beim Regierungsrat eingereicht.

Mauern lösen keine Probleme, sie sind Sinnbild für extrem viel Leid, welches Menschen auf dieser Welt widerfahren ist.

 

Interpellation: Zuger Fiskus profitiert von Trumps Mauer?

An der Bilanz-PK des Baarer Bauchemie-Konzerns Sika sagte deren CEO Jan Jenisch: „Wenn Trump die Mauer tatsächlich baut, dann sind wir auch beteiligt.“

 

Wir stellen dem Zuger Regierungsrat die folgenden Fragen:

  • Was meint er zur Absicht der Sika, sich am Bau von Trumps Mauer zu beteiligen?
  • Was meint er zur allfälligen Beteiligung eines Zuger Konzerns an einer Mauer, welche die Menschenrechte schwerwiegend verletzt?
  • Ist er sich bewusst, dass die Beteiligung eines Zuger Konzerns an der Schandmauer den Ruf unseres Kantons schädigt?
  • Ist er bereit oder gewillt, mit der Sika-Leitung zu sprechen, damit diese auf eine allfällige Beteiligung am Mauerbau verzichtet?

 

Begründung

Es sollte nicht nötig sein, die unmenschlichen Folgen und die unmenschliche Bedeutung von Trumps Mauer an dieser Stelle auszuführen. Wir Zugerinnen und Zuger, zuallererst die Zuger Regierung, müssen sich bewusst sein, dass der Zuger Fiskus von der Zuger Beteiligung an einer solchen Mauer profitieren würde. Wollen wir solche Gelder? Weiter müssen wir uns bewusst sein, dass diese Trennmauer zwischen USA und Mexiko jene Trennung in Erinnerung ruft, die unter dem Namen Apartheid in die Geschichte eingegangen ist und von der der Zuger Fiskus massiv profitiert hat.