Das Initiativkomitee nimmt sehr erfreut zu Kenntnis, dass die Stadtzuger Bevölkerung von der Politik fordert, mehr zahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das Ja bietet die Chance, dass mehr Familien und Normalverdienende in der Stadt wohnen bleiben können.
 
Mit dem Ja hat die Politik ab heute den Auftrag, im Bereich Wohnen für gute Rahmenbedingungen zu sorgen. Damit können die negativen Folgen des schnellen Wachstums gemildert werden.
 
Die Mehrheit des Grossen Gemeinderats wie auch sämtlich bürgerliche Parteien und der Hauseigentümerverband sprachen sich deutlich gegen die Initiative aus. Das Abstimmungsergebnis mit einem Ja-Anteil von über 52 Prozent zeigt, dass sie eines der wichtigsten Bedürfnisse der Menschen in der Stadt – das Wohnen – offenbar nicht ernst genug nehmen.
 
Bei der Initiative von 1981 zum Bau von 400 stadteigenen Wohnungen verschleppten die bürgerlichen Parteien das Anliegen während über 30 Jahren. Damit ist nun Schluss, solche Verhinderungspolitik will das Volk nicht mehr! Es fordert Taten. Das klare Ja verpflichtet künftig den Stadtrat, den Grossen Gemeinderat sowie alle Parteien, sich für mehr zahlbaren Wohnraum zu engagieren. Es gibt der Politik die Legitimation und den Auftrag konkrete Massnahmen zum Erhalt und zur Förderung von preisgünstigem Wohnen zu treffen.
 
Die Bevölkerung weiss, dass dieser Volksauftrag etwas kostet. Sie verlangt diese Investitionen ins zahlbare Wohnen. Nur eine sozial gut durchmischte Stadt bleibt langfristig lebenswert – für Einheimische wie Zuziehende.
 
 
Das Initiativkomitee „Wohnen in Zug für alle“ dankt der Stadtzuger Stimmbevölkerung sehr herzlich.
 
 
Für das Initiativkomitee
Urs Bertschi, Stefan Gisler