Für die ALG ist dieser Entscheid ein starkes Signal: Grosse Emittenten können sich nicht länger hinter der Globalität der Klimakrise verstecken. Wer über Jahre massiv zur Erderhitzung beiträgt, muss rechtlich Verantwortung übernehmen.

Auch politisch muss die Schweiz ihre Verantwortung übernehmen. Luzian Franzini, Präsident der ALG sagt: „Der Entscheid zeigt, dass auch die Politik nachziehen muss und die Rechtsprechung gesetzlich mit einer griffigen Konzernverantwortung verankert werden muss.» Freiwillige Selbstverpflichtungen reichen nicht aus. Betroffene müssen Zugang zu Gerichten haben, und Konzerne müssen für Menschenrechts- und Umweltschäden geradestehen – auch über Grenzen hinweg.

Nationalrätin Manuela Weichelt war an der Gerichtsverhandlung im Zuger Regierungsgebäude im September 2025 dabei. Sie war dabei als der Anwalt von Holcim despektierlich Münzen auf den Tisch warf, als Antwort auf das berührende Votum einer Inselbewohnerin, die ihre Existenzgrundlage verliert. Sie ist froh um die deutlichen Worte des Kantonsgerichts Zug und das Bekenntnis zum Rechtsstaat: «Die Bundesverfassung sieht vor, dass jede Person bei Rechtsstreitigkeiten Anspruch auf Beurteilung durch eine richterliche Behörde hat, die den Sachverhalt und das Recht unbeeinflusst prüft.»

Holcim hat sich vehement gegen das Eintreten gewehrt und war der Meinung, es sei eine unzulässige Popularklage. Auch diesem Argument hat das Gericht widersprochen und juristisch fundiert aufgezeigt, dass private und öffentliche Interessen nebeneinander bestehen, dies aber nicht dazu führe, dass das Rechtsschutzbedürfnis mangels eines persönlichen Interesses der Indonesier:innen fehle.

Beilage: 
Foto: Kläger:innen im Bundeshaus mit Nationalrätinnen Delphin Klopfenstein (GE) und Manuela Weichelt (ZG.

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Luzian Franzini
Präsident Alternative – die Grünen Kanton Zug
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Manuela Weichelt
Nationalrätin ZG
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