Falsche Prioritäten: Millionen für Luxusschule, Wohnungsnot ignoriert

Die bürgerliche Mehrheit im Kanton Zug setzt falsche Prioritäten. Statt die Wohnungsnot zu bekämpfen, will die Regierung einer internationalen Luxusschule ein 10-Millionen-Darlehen gewähren. Das ist kein öffentliches Interesse, sondern fördert mit Schulgeldern bis 30’000 Franken Parallelgesellschaften für eine reiche Elite. Die ALG lehnt dieses Darlehen entschieden ab.

Gleichzeitig wird die drängendste Krise ignoriert: die Wohnungsnot. Immer häufiger führen Leerkündigungen zur Verdrängung des Mittelstandes, weil nach Sanierungen höhere Renditen locken – wie der Fall der verhinderten Massenkündigung im Herti zeigt. Für Betroffene ist es fast unmöglich, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Die ALG-Fraktion fordert daher mit einem Postulat konkrete Massnahmen: eine kantonale Meldepflicht für Leerkündigungen, um Transparenz zu schaffen und präventiv zu wirken. Zudem braucht es eine kantonale Anlaufstelle, die betroffene Mieterinnen und Mieter berät und bei der Wohnungssuche unterstützt. Es ist Zeit, die Prioritäten richtig zu setzen und bezahlbaren Wohnraum zu schützen.

 

Luzian Franzini, ALG, Zug