Hiermit reichen wir im Namen der ALG/CSP-Fraktion folgendes Postulat ein:

Der Regierungsrat wird aufgefordert zu prüfen, wie ein systematisches Monitoring zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze im Kanton Zug aufgebaut und daraus konkrete Massnahmen abgeleitet werden können. Dieses Monitoring soll Einlieferungen in Spitäler, Einsätze der Ambulanzen, Todesfälle sowie Resultate aus Bevölkerungsbefragungen erfassen und auswerten – immer mit dem Ziel, mögliche Zusammenhänge mit Hitzeereignissen zu erkennen.

Dabei ist insbesondere zu prüfen:

  • wie relevante Krankheitsbilder und Symptome durch medizinische Fachpersonen definiert und erfasst werden können,
  • wie Faktoren wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit in die Auswertung einbezogen werden können,
  • und wie die Daten räumlich differenziert, insbesondere auf Ebene der Quartiere oder Stadtkreise, ausgewertet werden können.

 

Begründung

Die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Hitzetagen macht es notwendig, die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze im Kanton Zug systematisch zu erfassen und zu analysieren. Ziel eines solchen Monitorings ist es, fundiert zu beurteilen, ob und in welchem Ausmass Krankheitsfälle, das Wohlbefinden der Bevölkerung, Einlieferungen und Todesfälle mit Hitze in Zusammenhang stehen.

Da hitzebedingte Belastungen sich in unterschiedlichen gesundheitlichen Beschwerden äussern können, sollen die relevanten Symptome und Diagnosen durch Fachpersonen definiert werden. Eine Orientierung an den internationalen ICD-Codes der WHO bietet eine mögliche Grundlage. Auch psychische Erkrankungen sind mit einzubeziehen.

Ein zentrales Element des Monitorings ist die räumliche Differenzierung der Daten. Durch Auswertungen auf Quartier- und Gemeindeebene können besonders betroffene und vulnerable Gebiete identifiziert werden. Dies ermöglicht eine gezielte Information der Bevölkerung darüber, worauf an Hitzetagen besonders zu achten ist.

Gleichzeitig schafft das Monitoring eine evidenzbasierte Grundlage für konkrete Massnahmen. In besonders belasteten Gebieten können so gezielt Anpassungen vorgenommen werden, etwa durch die Schaffung zusätzlicher Grün- und Wasserflächen, Massnahmen zur Kühlung des öffentlichen Raums oder verstärkte Sensibilisierung.