Mehr bezahlbarer Wohnraum und ein Impulsprogramm für den ÖV

Im Kanton Zug spitzt sich die Wohnungsnot zu. Jedes Jahr verlassen 3500 Zugerinnen und Zuger unseren Kanton, weil sie kein bezahlbares Daheim finden. Betroffen sind insbesondere Familien und ältere Menschen, aber generell Personen mit einem mittleren Einkommen. Die Wohnungskrise verschärft sich in der ganzen Schweiz. Deshalb hat Bundesrat Guy Parmelin im Rahmen des runden Tisches Wohnraum, einen Aktionsplan mit 30 Massnahmen verabschiedet. Die Alternativen – die Grünen haben diese Woche einen Vorstoss eingereicht, der den Zuger Regierungsrat auffordert, die 30 Massnahmen auf ihre Umsetzbarkeit im Kanton Zug zu prüfen.

Bereits behandlungsreif und traktandiert für die morgige Kantonsratssitzung ist der Vorstoss der Alternative – die Grünen, welcher ein Impulsprogramm für den ÖV fordert. Als starker Wirtschaftsstandort verfügt der Kanton Zug über tausende Arbeitsplätze und hat dadurch auch grosse Pendlerströme. Trotz unserer Kleinräumigkeit ist die ÖV-Nutzung im Kanton Zug vergleichsweise tief. Aufgrund unserer topographischen Lage muss unsere Verkehrspolitik stärker auf flächeneffiziente Verkehrsmittel setzen, insbesondere in den urbanen Zentren. Der ÖV spielt hier eine Schlüsselrolle. Es braucht unter anderem auch preisliche Massnahmen, denn die Billett-Preise sind in den letzten Jahren zu stark angestiegen. Gleichzeitig muss auch ernsthaft der Ausbau des Erfolgsmodell «Zuger Stadtbahn» angegangen werden. Sei dies mit den bestehenden Linien, wie auch mit einer Erschliessung weiterer Gemeinden.

 

Andreas Lustenberger, Vizefraktionspräsident ALG, Kantonsrat Baar

076 523 80 38, andi.lustenberger@gmail.com