Vorkaufsrechts-Initiative im Kanton Zug lanciert!
Ein breites Bündnis aus Parteien, Mieterorganisationen und Wohnbaugenossenschaften lanciert die kantonale Volksinitiative «Für mehr bezahlbare Wohnungen dank Vorkaufsrecht der Gemeinden». Ziel ist es, den Gemeinden im Kanton Zug die Möglichkeit zu geben, bei Grundstück- und Liegenschaftsverkäufen ein Vorkaufsrecht auszuüben und damit Bauland für den gemeinnützigen Wohnungsbau zu sichern. Die Initiative wird nun lanciert, nachdem der Kantonsrat eine überparteiliche Motion knapp abgelehnt hatte.
Die Initiative wird getragen vom Mieterinnen- und Mieterverband Kanton Zug, den Parteien Alternative – die Grünen, SP, CSP, EVP sowie den Wohnbaugenossenschaften W’Alter, WBG Baarburg und WBG Steinhausen.
Wohnungsnot Problem Nummer 1 für Zuger:innen
Im Kanton Zug steigen die Mieten seit Jahren stark, während die Leerwohnungsziffer zu den tiefsten der Schweiz gehört. Besonders für Familien, ältere Menschen und junge Erwachsene wird bezahlbarer Wohnraum immer knapper. Es erstaunt deshalb nicht, dass die gfs.bern-Umfrage im Auftrag der Zuger Wirtschaftskammer von 2025 aufzeigt, dass die Wohnkosten die Sorge Nummer 1 für die Zuger Bevölkerung sind.
Mehr Handlungsspielraum für Gemeinden
Das Vorkaufsrecht soll es den Gemeinden ermöglichen, Grundstücke und Liegenschaften zu den gleichen Bedingungen wie private Käufer:innen zu erwerben, um sie für den gemeinnützigen Wohnungsbau zu sichern. Es greift nicht in die Preisbildung ein, belastet die Verkäufer:innen nicht finanziell und stärkt gleichzeitig die Gemeindeautonomie: Jede Gemeinde kann selbst entscheiden, ob sie ein solches Recht einführen möchte.
Bewährtes Modell aus anderen Kantonen
Gemeinden in den Kantonen Waadt und Genf wenden das Vorkaufsrecht bereits erfolgreich an und wollen es nicht missen. Denn es hat sich als wirksames und rechtssicheres Instrument erwiesen, um Bauland langfristig für den gemeinnützigen Wohnungsbau zu sichern, Boden und Liegenschaften den Spekulationen zu entziehen und die soziale Durchmischung zu fördern.
Das Initiativkomitee startet in den kommenden Tagen mit der Unterschriftensammlung. Für das Zustandekommen der Volksinitiative sind 2’000 gültige Unterschriften erforderlich. Das Bündnis rechnet mit einer breiten Unterstützung, da die Wohnungsnot im Kanton Zug für immer mehr Menschen zur Realität wird und die Gemeinden dringend mehr Handlungsspielraum benötigen.
Hier finden Sie Weitere Informationen:
- Hier geht es zur Webseite der Initiative
- Hier finden Sie den Initiativtext
- Hier finden Sie den Unterschriftenbogen
Kontakte:
Luzian Franzini, Präsident Alternative-die Grünen – 079 781 77 36
Zari Dzaferi, Präsident SP, 079 344 34 66
Co-Präsident MV Zug: Urs Bertschi, 041 710 00 88
Andreas Hürlimann, Präsident Wohnbaugenossenschaft Steinhausen, 079 359 72 02
Gaby Billing, Präsidentin Wohnbaugenossenschaft Baarburg, 079 248 98 37